Soryu Asuka Langley - 2nd Children
Score 23.2 [Das Gefühl des Balles in der Hand]

Ja, ich war eindeutig zu früh dort, aber als ich am Abend endlich zum Training losgehen konnte, zeigten sich mir alle Emotionen, die ich hätte fühlen können, auf einmal: Anspannung, Neugier, Vorfreude, Angst, Aufregung. Ich wartete vor der Halle auf die anderen, hatte meine Musik im Ohr. Motivationstracks habe ich schon immer gehört - vor Spielen, bei Turnieren, im eigenen Training...

Und dann ging es los. Die Verantwortliche war als Erste vor Ort, wir beschnupperten uns, fragten uns ein bisschen aus und verstanden ganz gut. Es kamen weitere hinzu und schließlich Feldaufbau und Aufwärmung.
Die lange Zeit des Nichtspielens machte sich da bereits bemerkbar. Wie schnell einem die Unterarme wieder wehtun konnten!

Wir spielten schließlich frei - fünf gegen sechs. Läufersysteme noch nicht vorhanden, aber wenn man jetzt denkt "Uh, Anfängervolleyball", der ist weit gefehlt. Die Leute können alle gut bis teilweise sehr gut spielen und es machte eine Menge Spaß. Sie ließen sich auf kurze oder lange Sechs ein, es gab Block und Blocksicherung. Da jeder noch "alles" macht, war ich auch im Angriff und durfte auch hier ausprobieren und im Zuspiel ebenso.

Früher habe ich den Zuspielerposten gehasst. Ich habe mich immer als Angreifer gesehen und mache das auch heute noch gern. Aber das Zuspiel: Ich habe gestern das erste Mal die Freuden bei diesem gesehen. Keine lästige Pflicht, sondern Freude. Wenn du einen perfekten Pass hinbekommst, einen ruhigen überkopfball, wenn du den Gegner austricksen kannst und/oder eine Finte schlägst.
Genauso die Aufschläge, welche mir ein bisschen Nervenkitzel gaben. Ob ich die wieder hinbekommen würde? Ja, das tat ich.
Nicht alle, irgendwann war die Kraft raus, aber die meisten.
Darunter einer, der sich bereits im Anwurf gut anfühlte - der mit beste und fieseste Ball, den ich je geschlagen haben. Schnell, hart, knapp übers Netz ohne eine Netzroller zu sein, genau auf die Mitte.
Und der letzte, der letzte für den Satzball - da war er wieder, der Flatteraufschlag.

Mein Kopf muss zwar wieder lernen, schnell zu schalten, aber in all diesen Jahren habe ich endlich verstanden und gelernt, gezielt und strategisch zu sein. Das gegnerische Team zu beobachten, wo die Lücken sind und dort rein zu schlagen. Mich den Mitspielern beim Zuspiel anzupassen. Das Timing beim Blocken abzuwarten.

Es war so ein mega tolles, geniales Training - ich müsste es mit SWUUUSCH, BÄÄÄM, und BÄÄÄNG beschreiben. So waren für mich die Empfindungen dabei.
Die Leute: toll. Auch die anderen beiden Neuen, mega nett. Ich mag dort bleiben.

Einziger Nachteil am Abend: Unterarm schön angeschwollen und schmerzhaft. Mit kaltem Gelpad über Nacht und heute mit Voltaren und Kompression geht es aber schon wieder. Ich bin es eben nicht mehr gewohnt, ganz klar.
Aber das sind Schmerzen, die ich gerne erdulde.
14.2.20 18:15
 
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